MedUni Wien evaluiert innovatives Gerät zur Behandlung von akutem Lungenversagen

Bei der Therapie des akuten Lungenversagens (,,Acute Respiratory Distress Syndrome"/ARDS) konnten in den vergangenen Jahrzehnten erhebliche Fortschritte verzeichnet werden. Dennoch handelt es sich bei diesem Krankheitsbild nach wie vor um eine zum Teil nur unvollständig verstandene Komplikation, die vornehmlich bei Lungenentzündungen und Sepsis, aber auch beispielsweise bei Entzündungen der Bauchspeicheldrüse oder nach Traumen auftreten kann. Insbesondere bei schweren Formen müssen PatientInnen mit einem Beatmungsschlauch versorgt und invasiv beatmet werden. An der Universitätsklinik für Innere Medizin I von MedUni Wien und AKH Wien wird unter der Leitung von Peter Schellongowski nun im Rahmen einer internationalen Interventionsstudie ein neues Gerät evaluiert, das multimodal die Funktion des geschädigten Organs erfasst und dem Behandlungsteam Vorschläge für eine optimierte Beatmungstherapie macht. Dieses neuartige Beacon Caresystem ,,Open Loop Advice" Gerät der Firma Mermaid Care aus Dänemark wird derzeit an der internistischen Intensivstation 13i2 im Rahmen des EU-Projekts ,,Decision support system to evaluate VENTilation in ARDS (DeVent)" evaluiert und durch einen Fast Track Innovation 2020 Grant unterstützt. Ziel ist es, lungenprotektive Beatmungsformen zu entwickeln: ,,Denn während die Beatmungstherapie der Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen dient und dem Patienten bzw. der Patientin Zeit für eine Heilung der Lunge verschafft, kann sie zeitgleich zu einer weiteren Schädigung der Lunge beitragen.
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