Geograf und Ökonom Robert Steiger von der Universität Innsbruck
Geograf und Ökonom Robert Steiger von der Universität Innsbruck © Universität Innsbruck Zum ersten Mal wurde in einer Studie der wirtschaftliche Schaden des Klimawandels für die Skiindustrie geschätzt. Die Studie der Universität Innsbruck und der University of Waterloo in Kanada deckt auf, dass die volkswirtschaftlichen Verluste der US-Skiindustrie durch den vom Menschen verursachten Klimawandel in den vergangenen zwei Jahrzehnten mehr als 5 Milliarden US-Dollar betrugen. Die Untersuchung verglich die Skisaison in den Wintern der 1960erund 1970er-Jahre mit den letzten beiden Jahrzehnten (2000-2019). Die Analyse ergab, dass sich die Skisaison durchschnittlich um fünf bis sieben Tage verkürzt hat und die entgangenen Besuche in den Skigebieten in Verbindung mit der verstärkten Beschneiung die US-Skiindustrie durchschnittlich 252 Millionen US-Dollar pro Jahr kosten. "Die Zeit der Hochsaison im Skisport ist wahrscheinlich vorbei", sagt Robert Steiger vom Institut für Finanzwissenschaft der Universität Innsbruck. "Die durchschnittlichen Skisaisonen in allen regionalen Märkten der USA werden in den kommenden Jahrzehnten unter allen Emissionsszenarien kürzer werden. Wie viel kürzer sie werden, hängt davon ab, ob alle Länder in der Lage sind, ihre Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen zur Emissionsreduzierung zu erfüllen." Die milliardenschwere Skiindustrie gilt seit langem als einer der am stärksten gefährdeten Bereiche der Tourismuswirtschaft.
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