Impfen: Mit gesetzlichen und kommunikativen Strategien zu höheren Durchimpfungsraten

Die generellen Durchimpfungsraten in Österreich sind seit Jahrzehnten zu niedrig und haben auch hier zu einer Renaissance von schweren Infektionskrankheiten wie Masern oder Keuchhusten (Pertussis), aber auch zu vielen mit der echten Grippe (Influenza) assoziierten Todesfällen geführt. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz von MedUni Wien, Österreichischer Ärztekammer und Österreichischer Apothekerkammer anlässlich des Österreichischen Impftags am 18. Jänner 2020 wurden neue Strategien präsentiert - mit dem Ziel, künftig höhere Durchimpfungsraten zu erzielen und dadurch die ,,Impflücken" zu schließen. ,,Bei Masern halten wir bei der ersten Impfung bei den 2- 5-Jährigen noch bei einer guten Durchimpfung von fast 95 Prozent", sagt Ursula Wiedermann-Schmidt, Leiterin des Instituts für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin der MedUni Wien und wissenschaftliche Leiterin des Impftags 2020. ,,Aber bei der dringend nötigen zweiten Impfung sinkt diese Rate bei den kleinen Kindern auf etwa 81 Prozent. Bei den 15- bis 30-Jährigen verfügen nur knapp 70 Prozent über einen kompletten Impfschutz mit zwei Dosen. Dadurch wird die hochinfektiöse Erkrankung am Leben gehalten und Kleinkinder, schwächere und ältere Personen sowie Immunsupprimierte gefährdet. Der Herdenschutz funktioniert nicht mehr." Damit die Masern eliminiert werden können, müssten laut Weltgesundheitsorganisation WHO mindestens 95 % der Gesamtbevölkerung beide Impfungen haben.
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