
Die Masterarbeit von Loren Grbic erhielt eine Auszeichnung der ÖZS.
Großer Erfolg für Loren Grbic , MSSc - die am Institut für Soziologie der JKU tätige Forscherin wurde auf einem Kongress der Österreichischen Zeitschrift für Soziologie ausgezeichnet. Konkret wurde ihre Masterarbeit mit dem Titel "Digitalisierung im Feld der Altenpflege - eine Bourdieusche Feldanalyse" geehrt. Darin untersucht Grbic die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Feld der Altenpflege in Österreich.
Im Rahmen einer ethnografischen Feldanalyse in einem oberösterreichischen Senior*innenwohnhaus wurde untersucht, wie sich digitale Technologien auf den Arbeitsalltag der Pflegenden auswirken, welche Strategien der Anpassung an veränderte Feldbedingungen von Seiten der Pflegenden entwickelt werden und wie sich die Verwendung digitaler Technologien im Rahmen von Pflegeprozessen in den Pflegehabitus einordnen lässt. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass die Entwicklung des Feldes der Altenpflege unter den Rahmenbedingungen der Digitalisierung primär davon abhängen wird, ob sich die den digitalen Technologien zugeschriebenen Potenziale für eine tatsächliche Entlastung von Pflegenden erfüllen. Grbic empfiehlt eine Umgestaltung der Feldbedingungen der Altenpflege, um eine ganzheitliche Pflege bei gleichzeitig guten Arbeitsbedingungen für die Pflegenden zu ermöglichen.
Über die Auszeichnung freute sich Grbic: "Ich fühle mich sehr geehrt, dass meine Masterarbeit mit dem diesjärigen ÖGS-Nachwuchspreis ausgezeichnet wurde und hoffe, mit dieser Masterarbeit einen wertvollen Beitrag zum wissenschaftlichen Diskurs rund um das Thema Sorge und Sorgekrise geleistet zu haben."
