Am Atomchip werden Atom-Wolken festgehalten und manipuliert.
Eine neue Art der Vermessung von Vielteilchen-Quantensystemen präsentiert die TU Wien in Kooperation mit der Universität Heidelberg nun im Fachjournal ,,Nature". In ,,Quanten-Simulatoren" kann man bislang unbeantwortbaren Fragen nachgehen. Was geschah am Beginn des Universums? Wie kann man die Struktur von Quantenmaterialien verstehen? Wie funktioniert der Higgs-Mechanismus? Wenn man solche fundamentalen Fragen beantworten will, muss man sich mit Quantenfeldtheorien beschäftigen. Sie betrachten Teilchen nicht getrennt voneinander, sondern als ein großes Feld, das unser ganzes Universum erfüllt. Manchmal sind solche Theorien aber nur sehr schwer experimentell zu überprüfen. Am Vienna Center for Quantum Science and Technology (VCQ) an der TU Wien konnte nun gezeigt werden, wie man Quantenfeldtheorien in Experimenten gezielt testen kann. Dazu stellten die Forscher ein Quantensystem aus tausenden ultrakalten Atomen her, die festgehalten in einer magnetischen Falle auf einem AtomChip, zu einem ,,Quanten-Simulator" werden.
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