Das Molekül Atglistatin hemmt das Enzym ATGL beim Abbau von Fett - von Triglyzeriden zu Diglyzeriden zu Monoglyzeriden und Glyzerin. Dabei entstehen auch freie Fettsäuren (FA - Fatty Acids). Foto: IMB/Uni Graz
Grazer WissenschafterInnen entwickelten Molekül, das unerwünschten Fettabbau hemmt - Ein starkes Signal der international renommierten Lipidforschung in Graz: In Zusammenarbeit haben WissenschafterInnen der TU Graz, Karl-Franzens-Universität und Medizinischen Universität Graz ein Molekül entwickelt, welches das fettabbauende Enzym ATGL hemmt. Ein wichtiger Fortschritt besonders im Hinblick auf die mögliche Prävention und Therapie von Diabetes Typ 2, aber auch für KrebspatientInnen, die unter krankhafter Abmagerung, der sogenannten Kachexie, leiden. In der aktuellen Ausgabe des angesehenen Fachjournals ,,Nature Chemical Biology" präsentieren die Grazer ForscherInnen das in aufwändiger Detailarbeit entwickelte Molekül namens ,,Atglistatin" erstmals der wissenschaftlichen Öffentlichkeit. Die Publikation ist ein weiteres Beispiel für die erfolgreiche Kooperation der drei Grazer Universitäten im Rahmen der Forschungsinitiative ,,BioTechMed-Graz". Fettabbau ist nicht immer wünschenswert: So schützt die Speicherung von Fett im Fettgewebe den Körper vor hohen Blutfetten und Fettablagerungen in anderen Organen. Wenn sich zu viele freie Fettsäuren im Blut befinden, dann führt das häufig zu einer Insulinresistenz und in der Folge zu Diabetes Typ 2, auch Altersdiabetes genannt. Gefährlich ist zu starker Fettabbau ebenso im Zusammenhang mit Krebs, da eine krankhafte Abmagerung, in der Fachsprache als Kachexie bezeichnet, die Überlebenschancen verringert.
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