Auf unkontaminierter Tundra grasende Nonnengansgössel in NyÅlesund, Spitzbergen, Norwegen
Überreste verlassener Kohleminen in der Arktis beeinflussen Stressverhalten und Physiologie junger Gänse. Vom Menschen verursachte Umweltverschmutzung kann weitreichende Folgen für die Fortpflanzung und das Überleben von Tieren haben. VerhaltensbiologInnen Isabella Scheiber von der Universität Wien und Brigitte Weiß von der Universität Leipzig haben gemeinsam mit WissenschafterInnen der Universität Groningen und der Universität Wageningen gezeigt, dass sich Verschmutzungen durch längst aufgegebene Kohleminen negativ auf Stressverhalten und physiologische Prozesse junger Gänse auswirken. Die Ergebnisse dieser Studie erscheinen aktuell in der renommierten Zeitschrift "Proceedings of the Royal Society B". Umweltverschmutzungen können das Verhalten und die Physiologie von Tieren beeinträchtigen. In Stresssituationen wie der Begegnung mit einem Fressfeind entscheiden angemessene Reaktionen jedoch unmittelbar über Leben und Tod. Im Rahmen einer aktuellen Studie untersuchte das ForscherInnenteam daher den Einfluss von Schadstoffen auf Verhalten und physiologische Prozesse von jungen Nonnengänsen in akuten Stresssituationen.
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