Ragweed ist in Österreich berüchtigt für seinen stark allergenen Pollen. Darüber hinaus kann die Art auch zu massiven Ertragsausfällen in der Landwirtschaft führen, wie hier im Mais in der Südsteiermark (Copyright:Franz Essl).
Invasive gebietsfremde Tierund Pflanzenarten stellen eine Bedrohung für die biologische Vielfalt auf unserem Planeten dar und können auch Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen einschränken. Ein internationales ForscherInnenteam um Franz Essl von der Universität Wien sowie Wolfgang Rabitsch vom Umweltbundesamt hat nun ein neues Bewertungsschema entwickelt, mit dem wirtschaftliche und gesundheitliche Auswirkungen klassifiziert werden können. Die Ergebnisse sind kürzlich im Fachjournal "Methods in Ecology and Evolution" erschienen. Die aus Südostasien eingeschleppte Tigermücke (Aedes albopictus) überträgt verschiedene Viren, die Krankheiten wie das Dengue-Fieber auslösen können und stellt weltweit eine Gefahr für die menschliche Gesundheit dar. In Österreich ist das aus Nordamerika stammende Ragweed (Ambrosia artemisiifolia) durch seine Pollen als Allergieauslöser gefürchtet - gerade jetzt im Hochsommer. Aber nicht nur Krankheiten können für den Menschen zum Problem werden: Die Aga-Kröte (Rhinella marina), die zur biologischen Kontrolle gegen einen Pflanzenschädling nach Australien gebracht wurde, hat sich selbstständig gemacht und weiter ausgebreitet. Die Kröte frisst kleine Beutetiere, die vor ihrer Ausbreitung traditionell von den Aborigines als "Buschfleisch" genutzt wurden.
TO READ THIS ARTICLE, CREATE YOUR ACCOUNT
And extend your reading, free of charge and with no commitment.