Elektronenmikroskopische Aufnahme eines Zell-Aggregats von Comammox-Bakterien der Art Nitrospira inopinata. Die spiralförmig gewundene Gestalt der Zellen ist gut erkennbar. Die Zellen haben einen Durchmesser von etwa 0,3 Mikrometer und sind bis zu 1,7 Mikrometer lang (Copyright: Anne Daebeler und Stefano Romano).
Lösung des Stickstoff-Problems für Landwirtschaft, Kläranlagen und Trinkwasser rückt näher. Der natürliche Stickstoff-Kreislauf der Erde wird aufgrund von menschlichen Aktivitäten, vor allem durch die Düngung mit Stickstoff in der Landwirtschaft, massiv beeinflusst. Das hat dramatische ökologische Folgen. Ein Prozess des Stickstoff-Kreislaufs, die Nitrifikation, ist dabei besonders wichtig. Sie wird von Mikroorganismen durchgeführt. Ein internationales ForscherInnenteam unter der Leitung der Mikrobiologen Michael Wagner und Holger Daims von der Universität Wien hat nun herausgefunden, dass neuartige "Comammox-Bakterien" die Nitrifikation viel effizienter durchführen als andere Mikroben - womöglich mit weitreichenden Folgen für Landwirtschaft, Kläranlagen und für die Aufbereitung von Trinkwasser. Die Studie erscheint aktuell in der Zeitschrift "Nature".
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