Darmkrebs: Gen-Profile als Prognose-Tool bei Hirnmetastasen
Raphael van Tulder erhält Forschungsförderung der Gesellschaft für internistische und allgemeine Intensivmedizin und Notfallmedizin. Rund 4. Menschen in Österreich erkranken jährlich an Dickdarmkrebs. Bei ein bis zwei Prozent der Betroffenen treten im späten Krankheitsstadium auch Hirnmetastasen auf. ForscherInnen der MedUni Wien haben nun in einer gemeinsamen Studie mit der University of Southern California, USA, Gen-Variationen in der DNA-Sequenz spezifiziert, mit deren Hilfe genauere Prognosen über die Lebensdauer möglich sein könnten, die künftig aber auch als Angriffsziele für eine medikamentöse, personalisierte Therapie bedeutsam werden könnten. Die Ergebnisse der Studie mit 70 PatientInnen, dem weltweit bisher größten Patienten-Kollektiv überhaupt, wurden nun im renommierten Magazin 'The Pharmacogenomics Journal' veröffentlicht. 'Durch moderne Therapien, die eine immer längere Überlebensdauer ermöglichen, werden Hirnmetastasen im Zusammenhang mit dem kolorektalen Krebs in Zukunft immer häufiger und klinisch bedeutsamer werden', sagt Stefan Stremitzer von der Universitätsklinik für Chirurgie der MedUni Wien und einer der Studienleiter, anlässlich des Welttags des Krebs' am kommenden Donnerstag.

