Eine gefleckte Weinbergschnecke (Cantareus aspersus)
Mit wenigen hundertstel Millimetern sind Schnecken-Embryos am ersten Tag ihrer Entwicklung mikroskopisch klein. Groß sind dagegen bereits ihre Widerstandskräfte. Schon im Ei verfügen sie über Abwehrmechanismen gegen Umweltstress und können starken Metallbelastungen widerstehen, wie ein Team um Reinhard Dallinger vom Institut für Zoologie gezeigt hat. Nachweise solcher Abwehrmechanismen gegen Stress in derart frühen Entwicklungsstadien tierischer Organismen gelingen immer noch selten. Warum? ,,Weil uns die Beobachtung dieser winzigen Hauptdarsteller unserer Forschung - in diesem Fall wenige hundertstel Millimeter große Schneckeneier - vor eine Reihe von Herausforderungen gestellt hat", erklärt Reinhard Dallinger, Professor für Ökotoxikologie am Institut für Zoologie. So gelang es dem Team erst mittels wiederholter Vorarbeiten, frisch gelegte Eier der beiden in Mitteleuropa vorkommenden Weinbergschnecken-Arten ( Helix pomatia und ihrer gefleckten Verwandten Cantareus aspersus ) in ausreichenden Mengen zu sammeln und sie in einem detailliert geplanten Experiment erhöhten Cadmium-Belastungen in Form von Lösungen auszusetzen. Wie das Team im Fachjournal PLOS ONE nun berichtet, sind bereits diese Schnecken-Embyronen äußerst wehrhaft.
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