Körpereigenes Enzym bremst Tumorwachstum

Gliome sind primäre Tumore des Gehirns, die aus den so genannten Gliazellen, den Stützund Isolierungszellen der Nervenzellen, hervorgehen. Das häufigste Gliom, das Glioblastom, gehört zu den bösartigsten Krebserkrankungen überhaupt, und trotz intensiver Therapie versterben die meisten PatientInnen innerhalb eines Jahres. Ein Teil der Gliome weist allerdings eine Mutation des Gens IDH1 auf, und diese Tumore weisen eine deutlich bessere Prognose auf. Das überrascht, denn in der Regel führen bei Krebserkrankungen Genmutationen zu aggressiverem Verhalten der Tumorzellen. Einer internationalen Forschergruppe unter federführender Beteiligung von Forschern der MedUni Wien ist es nun gelungen, die Funktionsweise dieser Genmutation zu entschlüsseln. Im Rahmen der Studie, die im Topjournal 'Cancer“ erschienen ist und gemeinsam mit deutschen und bulgarischen WissenschaftlerInnen durchgeführt wurde, konnten die Forscher der MedUni Wien zeigen, dass die IDH1-Mutation bei Gliomen die Aktivierung des PI3K/Akt-Signalwegs bremst. Dieser Signalweg innerhalb der Tumorzellen dient der Ausbreitung und dem Wachstum der Krebszellen.
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