Spionage und Diplomatie

Briefe statt Pistole: die stärkste Waffe des britischen Diplomaten, Geheimagente
Briefe statt Pistole: die stärkste Waffe des britischen Diplomaten, Geheimagenten, Bibliothekars und Mönchs Maurus (Alexander) Horn zur Zeit der französischen Revolution. (Quelle: British Library, Add. MS 48394, 30)
Wie operierte die europäische Diplomatie zu Zeiten der Französischen Revolution? Der Innsbrucker Historiker Claus Oberhauser untersucht mit Unterstützung des FWF Strategien und Techniken anhand der Aufzeichnungen des Diplomaten, Geheimagenten, Bibliothekars und Mönchs Maurus Alexander Horn. Ein britischer Geheimagent in Mönchskutte? ,,Man könnte Maurus Alexander Horn oder Mister Bergström, so sein Deckname, als einen Vorgänger von James Bond bezeichnen", sagt Claus Oberhauser vom Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie. Denn Horn (1762-1820) spielte zahlreiche Rollen als Mönch, Diplomat, Geheimagent und Realien-Händler. Diese unterschiedlichen Identitäten von Maurus (Alexander) Horn werden aktuell im Rahmen eines FWF-Projekts erstmals in ihrer Gesamtheit erforscht. Dadurch soll geklärt werden, welche Rolle Horn in den Netzwerken der Mächtigen spielte und welchen Handlungsspielraum er in diplomatisch-politischen Aushandlungsprozessen hatte. Die Erforschung seiner Sichtweise könnte neue Perspektiven auf bekannte historische Ereignisse wie die Französische Revolution eröffnen. ,,Horn war keineswegs nur eine Randfigur, sondern er brachte es nach seinen Anfängen als Benediktinermönch und Bibliothekar bis zum Chargé d'Affaire - einem Geschäftsträger im zwischenstaatlichen Verkehr - im sogenannten ,Immerwährenden Reichstag' in Regensburg", erklärt Projektleiter Claus Oberhauser.
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