Benedikt Harzl vom Zentrum für osteuropäisches Recht: ,,Was mir besonders Sorgen macht, ist die Einfachheit, mit der sowohl im Westen wie auch in Russland über die Möglichkeit eines Krieges gesprochen wird.’ Foto: Uni Grat/Tzivanopoulos
Benedikt Harzl vom Zentrum für osteuropäisches Recht: ,,Was mir besonders Sorgen macht, ist die Einfachheit, mit der sowohl im Westen wie auch in Russland über die Möglichkeit eines Krieges gesprochen wird.' Foto: Uni Grat/Tzivanopoulos - Kommt der Krieg wieder nach Europa zurück? Der Konflikt zwischen Russland und Ukraine verschärft sich stündlich. Das Säbelrasseln wird auf allen Seiten lauter. Gibt es noch einen Ausweg? ,,Den gibt es immer", meint Benedikt Harzl, Wissenschafter am Zentrum für osteuropäisches Recht sowie am Institut für Völkerrecht und Internationale Beziehungen der Universität Graz: ,,Es muss jedem Entscheidungsträger in Moskau und Washington klar sein, dass internationale Politik immer kompromissgeleitet sein muss." Zur Vorgeschichte des Konflikts gibt es zahlreiche Erklärungen: Russland will der NATO-Erweiterung Einhalt gebieten und hat laut vieler Kommentatoren unannehmbare Bedingungen diktiert. Vladimir Putin wolle außerdem von inneren Problemen ablenken und ist vom Cäsarenwahn gezeichnet. Welche weiteren Motive sehen Sie für den Konflikt? Benedikt Harzl : Cäsarenwahn spricht für einen irrational, vielleicht verzweifelt handelnden Akteur. Dafür ist Putin allerdings nicht bekannt.
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