1955 wurde ein Konvolut an Zeichnungen gefunden, die einem speziellen Bildhauer des 17. Jahrhunderts zugeschrieben werden. So auch das abgebildete Blatt Hl. Wolfgang (ca. 1670, Rötelskizze, ca 15,5 x 20,5 cm, heute aufbewahrt im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum).
Die Zeichnung wird in der kunsthistorischen Forschung häufig als Zeugnis des künstlerischen Genies oder als Vorstudie zu einem entstehenden Werk gesehen. In ihrer Dissertation zu Bildhauerzeichnungen des 17. Jh. erforscht Nina Stainer, welche Informationen darüber hinaus in den Zeichnungen stecken. Als im Jahr 1955 im Nachlass eines Imster Bildhauers eine Sammlung von Skizzen auftauchte, war zunächst unklar, welche Erkenntnisse der Fund mit sich bringen würde. Es zeigte sich, dass die Zeichnungen von drei verschiedenen Händen stammten, vom letzten Besitzer zu einem Konvolut zusammengefasst. Ein wichtiger Schritt gelang, als einige Blätter mittels einer Signatur einem renommierten Bildhauer des 17.
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