MigrantInnen unterschätzen Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

In Österreich sterben mehr Menschen an den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung als an jeder anderen Erkrankung: Das betrifft 37,1 Prozent der Männer und 48,2 Prozent der Frauen. Dennoch sind sich viele Menschen – und ganz besonders Frauen mit Migrationshintergrund – ihres Risikos, an einer kardiovaskulären Erkrankung zu erkranken, nicht bewusst. Das betont Jeanette Strametz-Juranek von der Universitätsklinik für Innere Medizin II der MedUni Wien anlässlich des bevorstehenden „Zonta Golden Heart Symposiums“ zur Herzgesundheit der älteren Frau am 30. November in Wien. In einer Studie der MedUni Wien wurde nachgewiesen, dass aus der Türkei eingewanderte Frauen in der zweiten Generation im Durchschnitt bereits mit 38 Jahren und Männer mit gleichem Migrationshintergrund bereits mit 40 Jahren wegen Übergewicht und Rauchen ein erhöhtes Risiko haben, sich dessen aber überhaupt nicht bewusst sind. Bei den Einheimischen betrifft dies Frauen „erst“ mit 43 Jahren und Männer mit 56 Jahren. „Und auch bei den ÖsterreicherInnen ist das Bewusstsein wirklich nicht besonders gut“, so Strametz-Juranek. Fazit: „Die insgesamt 573 befragten Frauen und 336 Männer mit Migrationshintergrund konnten ihr persönliches Risiko nicht einschätzen und wissen darüber nicht Bescheid.
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