Eindämmung von Ragweed in Zeiten des Klimawandels: Wie man Allergiekosten senken kann
Ragweed, auch Beifußambrosie genannt, hat sich in den letzten Jahren rapide in Europa ausgebreitet. Wenn Ragweed im August und September blüht, sorgt der Pollen der Pflanze bei AllergikerInnen für tränende Augen und Atembeschwerden - und zwar dann, wenn die Pollenbelästigung durch blühende Bäume und Gräser längst überstanden ist. Ein interdisziplinäres Forscherteam aus Physikern und Biologen der Universität Wien gemeinsam mit Experten der Medizinischen Universität Wien und dem Umweltbundesamt hat in einer Simulation die Ausbreitung berechnet und daraus abgeleitet, wie die Pflanze am besten zu bekämpfen ist. Ihr Artikel erscheint aktuell im "Journal of Applied Ecology" der British Ecological Society. Die Beifußambrosie ist eine invasive Pflanze, die aus dem warmen Südwesten der USA unbeabsichtigt nach Europa eingeschleppt wurde. Die Gründe für die "Invasion" sind mannigfaltig: vor allem die Vertragung der Samen durch Fahrzeuge entlang von Straßen und der Import von Saatgut und Vogelfutter, die mit Ragweed-Samen verunreinigt sind. Diese Ausbreitungsprozesse sind als "Diffusions"-Modelle in der Physik seit langem bekannt.


