Digitalisierung auf den Zahn gefühlt

Digitale Daten verändern uns und unsere Städte, raumprägende Prozesse und Bewegungsmuster im Alltag tiefgreifend und grundlegend. Diesen Wandel und seine Auswirkungen auf soziales Verhalten, Teilhabe und Mitgestaltung sowie gegenwärtige Planungskulturen von Stadtentwicklung wollen wir verstehen und näher erklären. Veränderte soziale Interaktionen und sozialräumliches Handeln, aber auch die Verschiebungen von Inhaltsebenen von Kommunikation durch digitale Prozesse stellen eine Grundlage für Erkenntnisse des technologiegeprägten gegenwärtigen Wandels städtischer Gesellschaften dar. Dabei steht nicht in erster Linie die technologische Machbarkeit im Vordergrund, sondern Folgeabschätzungen für die Lebenswelten der Menschen. So sehr auch die Hoffnung besteht mit digitalen Technologien die Herausforderungen der Stadt von morgen wie Ressourceneffizienz, Klimawandel, Wohnraumnachfrage oder Mobilitätsanforderungen zu lösen, werfen für uns die neuen kulturellen und sozialen Interaktionen von Technik, Gesellschaft und Raum eine humane Frage auf: Wo bleibt und ist der menschliche Platz in der digitalisierten Welt? Die Herausforderungen durch vernetzte Computer und intelligente selbstlernende komplexe Programme, die auf der Suche nach mehr Effizienz riesige Datenmengen durchpflügen, machen vielen Menschen Angst. Gläserner Mensch, Big Data und die Ubiquität von Information oder "Halbwissen", wie so mancher auch kritisch bemerkt, triggern eine gewisse Volatilität und Ungewissheit. Menschliches Handwerk wird durch Maschinen ersetzt, digitale Systeme drohen in dystopischen Zukunftsvisionen gar Berufsbilder von Journalist_innen bis hin zu Jurist_innen obsolet zu machen.
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