Bildung als wichtiger Faktor für psychische Gesundheit

Die psychische Gesundheit steht nicht zuletzt wegen der Covid-19-Pandemie, in deren Folge es vermehrt zu seelischen Belastungen, Aggressionen und Existenzängsten gekommen ist, im Fokus der Aufmerksamkeit. Anlässlich des Welttags der mentalen Gesundheit am kommenden Samstag (der seit 1992 begangen wird) betont der Allgemeinmediziner Wolfgang Spiegel vom Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien, dass die Bildung der Allgemeinbevölkerung über psychische Vorgänge und mögliche seelischer Belastungsfaktoren eine essentielle Ressource ist. Diese Bildung hinsichtlich psychischer Gesundheit (englischsprachig "Mental Health Literacy") beinhaltet auch die eigene körperliche und seelische Belastbarkeit (Resilienz) einschätzen zu können und mit seelischen Störungen im eigen Umfeld umgehen zu können. Bildung hinsichtlich mentaler Gesundheit hilft, sich und seine Nächsten besser zu schützen und.führt von der Selbstfürsorge über die richtige und kritische Einordnung von Informationen zu mentaler Gesundheit hin zur sinnvollen und zeitgerechten Kontaktnahme mit Einrichtungen des Gesundheitssystems. Bei typischen Beschwerden wie Angstzuständen, Antriebsarmut, Freudlosigkeit und Niedergeschlagenheit sollte rechtzeitig ärztliche Hilfe gesucht werden. Der AllgemeinärztIn bzw. die HausärztIn ist hier ein niederschwelliger Ansprechpartner, der häufige und typische Beschwerden diagnostiziert und behandelt und bei Bedarf die Patientinnen und Patienten zur psychiatrisch-fachärztlichen Abklärung bzw. Weiterbehandlung überweist, erklärt Spiegel, der zu diesem Thema in der Festschrift der ,,World Federation for Mental Health" (WFMH) zum Welttag 2020 einen Beitrag verfasst und schon mehrere Projekte dazu an der MedUni Wien betreut hat.
account creation

UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO

Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.



Ihre Vorteile

  • Zugang zu allen Inhalten
  • Erhalten Sie Newsmails für Neuigkeiten und Jobs
  • Anzeigen veröffentlichen

myScience