Erwärmung des Ozeans ließ Fische in der Dämmerzone schrumpfen

Abb. 1: Der Laternenfisch Myctophum punctatum © Francesco Costa via Wikipedia
Abb. 1: Der Laternenfisch Myctophum punctatum © Francesco Costa via Wikipedia
Abb. Der Laternenfisch Myctophum punctatum © Francesco Costa via Wikipedia In einer Zwischeneiszeit im mittleren Pleistozän reduzierten Fische in der mesopelagischen Zone ihre Körpergröße um bis zu 35 Prozent - wärmere Meere könnten demnach zukünftig weniger CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen. Die Fische in der nur mehr schwach durchleuchteten Dämmerzone der Ozeane, also in Tiefen von 200 bis 1. Meter, schrumpften in einer Zwischeneiszeit im mittleren Pleistozän (vor ca. 800.000 bis 700. Jahren) durch die Erwärmung des Ozeans deutlich: In vier Grad wärmerem Wasser reduzierten sie ihre Körpergröße um bis zu 35 Prozent, so eine aktuelle Studie unter der Leitung von Konstantina Agiadi vom Institut für Paläontologie der Universität Wien, die aktuell in der Fachzeitschrift "Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences" veröffentlicht wurde. Die Reduktion der Körpergröße dürfte sich auch negativ auf die Fähigkeit der Ozeane auswirken, Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufzunehmen. Laternenfische und andere Fische, die in der Dämmerzone der Ozeane - dem so genannten Mesopelagial in 200 bis 1000 Meter Tiefe - leben, sorgen für die Stabilität des Ökosystems, reduzieren atmosphärisches Kohlendioxid und bilden ein riesiges Nahrungsreservoir. Dennoch ist über ihre Reaktion auf die Klimaerwärmung wenig bekannt. Die Geologin und Paläontologin Konstantina Agiadi von der Universität Wien leitete eine vom Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) finanzierte Studie, die dieser Frage anhand von Fossilien aus einer Zwischeneiszeit des mittleren Pleistozäns vor ca. 800.000 bis 700. Jahren nachging.
account creation

UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO

Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.



Ihre Vorteile

  • Zugang zu allen Inhalten
  • Erhalten Sie Newsmails für Neuigkeiten und Jobs
  • Anzeigen veröffentlichen

myScience