Prymnesium parvum aus der Oder bei Hohenwutzen, 15.08.2022. C: Katrin Preuß, IGB
Wissenschafter*innen des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und der Universität Wien halten natürliche Ursachen für Massenentwicklung der Algen für unwahrscheinlich. Prymnesium parvum aus der Oder bei Hohenwutzen, 15. C: Katrin Preuß, IGB - Neueste Untersuchungen erhärten den Verdacht, dass die Massenentwicklung einer giftigen Brackwasser-Alge in der Oder stattgefunden hat. Diese könnte eine Rolle beim massiven Sterben von Fischen, Muscheln und Schnecken sowie möglicherweise weiterer Tierarten gespielt haben. Von einem rein natürlichen Phänomen gehen die Forschenden nach wie vor nicht aus, denn die Algenart Prymnesium parvum kommt auf den betroffenen Oder-Abschnitten unter natürlichen Bedingungen nicht massenhaft vor. Für Massenaufkommen ist sie in diesem Bereich auf Salzgehalte angewiesen, die nur durch industrielle Einleitungen entstehen können. Das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) hatte die giftige Brackwasser-Alge in allen Proben der letzten Tage aus der mittleren Oder nachgewiesen und mikroskopisch identifiziert, der Nachweis des zugehörigen Algengifts stand jedoch noch aus.
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