Konformer-Selektion durch Materiewelleninterferometrie. Durch Quanteninterferenz in Kombination mit einer Schlitzmaske ist es möglich, Moleküle entsprechend ihrer Geometrie zu selektieren
Physiker der Uni Wien selektieren molekulare Strukturen durch Lichtwechselwirkung. Flexible Moleküle können eine Vielzahl von geometrischen Formen annehmen. Diese Formen, die Konformere, bestimmen oft die Reaktionsgeschwindigkeit und sind sich so ähnlich, dass sie oft nur schwer aussortiert werden können. Wissenschafter der Universität Wien und der Universität Duisburg-Essen haben im Fachjournal "Physical Review Letters" eine neue Methode vorgestellt, mit der molekulare Strukturen mittels Quanteninterferenz gezielt isoliert werden können. Dazu nutzen sie die Wirkung von Licht auf Konformere und können so erstmals verschiedene Geometrien von z.B. Neurotransmittern und anderen komplexen Molekülen für Reaktionsstudien selektieren. Der Einfluss der molekularen Geometrie auf die Aktivität und die Reaktivität einer Substanz ist ein grundlegendes Prinzip in der Chemie und Biologie. Studien haben gezeigt, dass auf der molekularen Ebene selbst die Orientierung einer einzelnen chemischen Bindung darüber entscheiden kann, ob und wie schnell eine chemische Reaktion abläuft.
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