Forschungsschiff Pelagia. Am Deck die CTD-Rosette (Conductivity, temperature and density) zur Probennahme (Copyright: Gerhard Herndl).
Was uns "Metaproteomics" über den Geschmack von Tiefsee-Mikroorganismen verrät. In den sonnendurchfluteten Oberflächenschichten des Meeres wird organisches Material produziert, das als Basis des Nahrungsnetzes dient und auch größtenteils im Oberflächengewässer in Kohlendioxid und anorganische Nährstoffe zerlegt wird. Nur rund 10 bis 20 Prozent des organischen Materials sinkt in die Tiefen des Ozeans und dient den Lebensgemeinschaften der Tiefsee als Nahrungsquelle. Der Abbau von organischem Material wird dort vorwiegend von einer komplexen mikrobiellen Gemeinschaft bewerkstelligt, deren Zusammensetzung und Stoffwechsel sich mit zunehmender Tiefe ändert. Ein internationales ForscherInnen-Konsortium um Kristin Bergauer und Gerhard J. Herndl von der Universität Wien konnte durch die Analyse von Proteinen von Tiefsee-Mikroben faszinierende Einblicke in deren Ökologie und die biogeochemischen Prozesse hinter dem Kreislauf von Kohlenstoff und anderen Elementen gewinnen. Die Ergebnisse der Studie erscheinen aktuell im renommierten Fachjournal "PNAS". Im Oberflächengewässer betreiben einzellige Algen Photosynthese und teilen sich etwa alle zwei Tage.
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