Ultraschnelle Erfassung der Brustdichte durch MRT bestimmt Brustkrebsrisiko
Eine hohe Brustdichte ist ein unabhängiger Risikofaktor für Brustkrebs. Die MRT (Magnetresonanztomographie) ist die sicherste Methode zur Brustkrebsdiagnose und wird mittlerweile auch in der Früherkennung eingesetzt. MedUni-Wien-ForscherInnen an der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin ist es nun gelungen, eine Methode zur exakten Messung der Brustdichte bei MRT-Untersuchungen unter Verwendung der Dixon-Sequenz zu entwickeln. Damit wird neben einer besseren Brustkrebsdiagnose, auch eine bessere Risikoeinschätzung möglich. Mit dieser Methode wurde erstmals weltweit eine objektive Messung der Brustdichte mit einer vollautomatischen Software und mit erhöhter Genauigkeit und Reproduzierbarkeit nachgewiesen ' derzeit existiert ein Prototyp. 'Das funktioniert praktisch auf Knopfdruck und dauert nur wenige Minuten. Es muss auch kein Kontrastmittel gegeben werden', sagt Georg Wengert von der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin der MedUni Wien, der die Ergebnisse nun auch auf dem größten europäischen Radiologenkongress präsentierte, der von 2.-6. März 2016 in Wien stattfindet. Die Studie wurde von der Arbeitsgruppe Molekulare und Gender Bildgebung unter der Leitung von Thomas Helbich (Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin) durchgeführt und die Software-Entwicklung wurde vom Computational Imaging Research (CIR) Labor unter der Leitung von Georg Langs (Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin) umgesetzt.

