Christian Becker schneidert Moleküle für die moderne biologische Forschung - medizinische und biotechnologische Anwendungen (Copyright: Universität Wien).
Im Laufe des Alterns und durch verschiedene Krankheiten wie Diabetes oder Krebs verändern sich Proteine im Körper - zumeist durch ungewünschte Reaktionen mit verschiedenen Stoffwechselprodukten wie z.B. Methylglyoxal. Ein Team um Maria Matveenko und Christian F. W. Becker vom Institut für Biologische Chemie der Universität Wien hat nun zum ersten Mal auf molekularer Ebene die biochemischen Konsequenzen einer solchen Modifikation untersucht - ein Durchbruch in der Analyse von Proteinen. Die Ergebnisse der Studie erscheinen aktuell im renommierten Fachmagazin Angewandte Chemie. Die ForscherInnen untersuchten in ihrer Arbeit ein Chaperon, einen sogenannten Protein-Faltungshelfer, der durch die Reaktion mit Methylglyoxal, einem Produkt des Kohlenhydratstoffwechsels, so modifiziert wird, dass das Protein seine Funktion nicht mehr wahrnehmen kann. Dies kann bei Krankheiten wie Krebs und Diabetes schwerwiegende Folgen haben. Erfolg durch Kombination von Chemie und Biologie Durch die Verknüpfung chemisch-synthetischer mit molekularbiologischen Methoden haben wir zum ersten Mal eine Modifikation gezielt in ein Protein eingebaut und deren Folgen für die Proteinfunktion aufgezeigt. Zukünftig können wir damit eine große Klasse an Proteinmodifikationen, so genannte 'Advanced Glycation Endproducts', systematisch untersuchen , erklärt Maria Matveenko, die zurzeit als Stipendiatin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (APART) am Institut für Biologische Chemie der Universität Wien forscht. Neue Einblicke in Krankheitsprozesse
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