MedUni Wien erforscht Wirkungsweise von Reanimationsmethoden
In einem interdisziplinären Forschungsprojekt haben WissenschafterInnen der MedUni Wien Methoden der Reanimation und Lebenserhaltung nach Herz-Kreislauf-Stillstand auf ihre Wirkungsweise in Bezug auf den zerebralen Metabolismus verglichen. Dabei wurden die Methoden Extra Corporeal Life Support (ECLS) und Cardiopulmonary Resuscitation (CPR) im Tiermodell verglichen. Die metabolischen Vorgänge im Hirn während der frühen Reperfusion (Wiederherstellung des Blutflusses) wurden dabei mittels zerebraler Mikrodialyse beobachtet und gemessen. Als Ergebnis zeigten sich keine signifikanten Unterschiede der beiden Methoden in der frühen Reperfusion nach Kreislaufstillstand. Die Konzentrationen der Werte: Glukose, Laktat/Pyruvat sowie Glutamat normalisierten sich nach erfolgreicher Reanimation. 'Mit dieser weltweit neuen Versuchsanordnung konnten wir zeigen, dass sich die zerebrale Mikrodialyse für Projekte in der Reanimationsforschung eignet', erklärt Erstautor Andreas Schober von der Universitätsklinik für Notfallmedizin der MedUni Wien/AKH Wien, 'und wir konnten erkennen, dass sich die Marker der frühen Reperfusion ähnlich verhalten, unabhängig von der Methode der Wiederbelebung'. Die ForscherInnen erhoffen sich nun, dass solche Messungen in Zukunft zu einer personalisierteren Therapie im Rahmen der kardiopulmonalen Reanimation mit einer feiner gesteuerten und kontrollierten Reperfusion führen. Interdisziplinäre Zusammenarbeit

