Das Fluoreszenzmikroskopie-Bild zeigt Sternzellen (blau), Blutgefäße (rot) und Immunzellen (grün) aus Gehirn-Gewebsschnitten. Aufnahme: Chun-Xia Yi
Neurodegenerative Erkrankungen, wie Parkinson oder Alzheimer, stehen im Zusammenhang mit Entzündungsprozessen im Gehirn. Eine wesentliche Rolle spielt dabei das fettspaltende Enzym Monoglyzerid-Lipase (MGL). ForscherInnen der Arbeitsgruppe um Assoz. Robert Zimmermann vom Institut für Molekulare Biowissenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz konnte nun erstmals zeigen, dass die Hemmung der Monoglyzerid-Lipase in Sternzellen (Astrozyten) des Gehirns eine entzündungshemmende Wirkung hat, ohne dass unerwünschte Nebeneffekte auftreten. Die ForscherInnen der Karl-Franzens-Universität kooperierten dabei mit KollegInnen der Medizinischen Universität Graz, der FH Joanneum, des Academic Medical Center Amsterdam sowie des Instituts für Diabetes und Adipositas am Helmholtz-Zentrum München. Die Forschungsergebnisse wurden in der jüngsten Ausgabe des renommierten Fachjournals ,,The Journal of Biological Chemistry" veröffentlicht. Monoglyzerid-Lipase spaltet Arachidonyl-Glyzerol und setzt so Arachidonsäure - eine Fettsäure - frei, die eine wichtige Funktion beim Auslösen von Entzündungsprozessen im Körper hat.
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