Ein neuer Schritt Richtung Quanteninternet

Physiker der Universität Wien und der ÖAW beschäftigen sich mit Teleportation vo
Physiker der Universität Wien und der ÖAW beschäftigen sich mit Teleportation von Quanteninformation mithilfe verschränkter Teilchen. Im Bild: Quantenquellen für die Übertragung von Verschränkung in La Palma (Foto: Daniel Pardon@IQOQI-Vienna).
Nach der erfolgreichen Teleportation von Quanteninformation mithilfe verschränkter Teilchen über 143 Kilometer haben Physiker der Universität Wien und der ÖAW nun auch die von Einstein als "spukhafte Fernwirkung" bezeichnete Verschränkung selbst unbeschadet auf die Reise geschickt. "In der Quantenphysik können sich zwei Teilchen in einem Zustand befinden, in dem sie wie durch Zauberhand über beliebig große Distanzen miteinander verbunden bleiben. Sind etwa Lichtteilchen (Photonen) verschränkt, dann bewirkt eine Messung des Zustandes eines der beiden Teilchen, dass das andere genau den gleichen Zustand einnimmt - wie zwei Würfel, bei denen zum Messzeitpunkt der eine automatisch die gleiche zufällige Augenzahl anzeigt wie der andere. Dieses Phänomen machen sich WissensschafterInnen zunutze, um Information von einem Photon auf das mit ihm verschränkte Lichtteilchen an einem anderen Ort zu übertragen. In diesem Forschungsfeld der "Teleportation" sind die ForscherInnen rund um Anton Zeilinger und Rupert Ursin von der Universität Wien und dem Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) weltweite Vorreiter. Teilchen können nichts verraten - Ihnen geht es einerseits darum, anhand des Phänomens der Verschränkung mehr über die Quantenphysik zu erfahren und andererseits um handfeste Anwendungen. So ist mithilfe der Verschränkung die absolut abhörsichere Verschlüsselung von Daten möglich, denn bis die Information an einem der Teilchen ausgelesen wird, befinden sie sich noch in keinem definitiven Zustand - "wissen" also sozusagen selbst nicht, was sie mitzuteilen haben und können damit auch nichts "verraten".
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