Foto: Katharina Bregulla/<a href="
Grazer ChemikerInnen entwickeln umweltfreundliche Methode zur Herstellung eines ,,Männermedikaments" - Die Erzeugung von Medikamenten ist meist aufwändig und teuer. Um die Produktion zu optimieren, sucht die Forschung nach immer effizienteren Wegen der Wirkstoffgewinnung. Höchst erfolgreich ist darin Wolfgang Kroutil vom Institut für Chemie der Karl-Franzens-Universität Graz: In einem Kooperationsprojekt zwischen dem Austrian Center of Industrial Biotechnology (ACIB), dem Pharmaunternehmen Sandoz und der Karl-Franzens-Universität Graz haben Kroutil und sein Team eine neue Methode zur kostengünstigen und umweltfreundlichen Synthese von Silodosin entwickelt. Das Medikament spielt eine wichtige Rolle in der Behandlung von Störungen beim Harnlassen durch Prostata-Vergrößerung - ein Problem, das mehr als 90 Prozent aller Männer über 85 Jahre betrifft. ,,Wir haben ein höchst effizientes Verfahren zur Herstellung von Silodosin entdeckt. Es spart Zeit, Geld und Ressourcen und ist äußerst umweltfreundlich", freut sich Wolfgang Kroutil. ,,Das Enzym, das dabei zum Einsatz kommt, ist biologisch abbaubar und die Reaktion läuft ohne den Einsatz von Lösungsmitteln in Wasser ab - bei einer Temperatur von 30 bis 45 Grad Celsius, so dass keine zusätzliche Energie für Aufheizen oder Kühlung benötigt wird", ergänzt der Grazer Chemiker.
TO READ THIS ARTICLE, CREATE YOUR ACCOUNT
And extend your reading, free of charge and with no commitment.