Sichtbar machen, was Menschen können
Sichtbar machen, was Menschen können. Personen ohne anerkannten Berufsabschluss finden häufig keine Erwerbsarbeit: Ein neues Kompetenzfeststellungsverfahren, das an der AAU entwickelt wurde, soll sie zukünftig unterstützen. Das Projekt wurde kürzlich mit dem VITA-Award 2015 ausgezeichnet. ,,Das Bildungssystem in Österreich ist recht starr, weil wir eine sehr elaborierte Struktur der berufsbildenden Einrichtungen (Lehre, Schulen) haben. Die EU fordert nun Nationale Qualifikationsrahmen, um auch Lernergebnisse, die außerhalb dieser formalen Strukturen erworben werden, entsprechend zu wertschätzen und anzuerkennen", erläutert Monika Kastner ( Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung ). Die Kompetenzen von gering Qualifizierten, die beispielsweise lange in einem handwerklichen Beruf als HilfsarbeiterInnen gearbeitet haben, können über eine Validierung offiziell anerkannt werden. Monika Kastner hat dazu mit ihrem Team an einem solchen Qualifikationsraster für Menschen ohne formalen Berufsabschluss gearbeitet, die in Sozialen Unternehmen am ,,zweiten", d.h. geförderten Arbeitsmarkt befristet beschäftigt sind und im Prozess der Arbeit Kompetenzen erwerben.



