Hinter dem Vorhang

Unbekannte Geschichten rund um 400 Jahre Opernbetrieb präsentiert Musikwissensch
Unbekannte Geschichten rund um 400 Jahre Opernbetrieb präsentiert Musikwissenschafter Michael Walter in seinem neuen Buch. Hier eine Lithografie einer Aufführung von "Giselle" in der Pariser Oper im Jahr 1867. Foto: commons.wikimedia.org
Kaiser Napoleon ließ sich stets lautstark mit Fanfaren ankündigen, wenn er, meist mitten während der Aufführung, im Opernhaus ankam; seine Gattin Josephine mühte sich dagegen eher selten mit den prunkvollen Gewändern ab und erschien öfters im Morgenmantel in ihrer Loge - selbstverständlich durch einen Sichtschutz vor den neugierigen Blicken der Bürgerlichen verborgen. Kuriose Begebenheiten, aberwitzige Anekdoten: In seinem neuen Buch 'Oper - Geschichte einer Institution' liefert Michael Walter, Musikwissenschafter an der Karl-Franzens-Universität Graz, interessante Hintergrundinformationen sowie weitgehend unbekannte Fakten zur Institution Oper. Dabei deckt der Forscher einen Zeitrahmen von vier Jahrhunderten auf vier Kontinenten - Europa, Asien, Australien und Nordsowie Südamerika - ab. Generell zeichnet sich der Opernbetrieb des 18. und 19. Jahrhunderts vor allem in Europa und Amerika durch seine moralische Zweischneidigkeit aus - gut sichtbar am Beispiel der SängerInnen: 'Einerseits gingen sie einem 'fragwürdigen' Beruf nach und landeten zu Disziplinierungszwecken auch öfter mal hinter Gittern. Genau so rasch wurden sie aber entlassen, wenn es galt, das Publikum zu begeistern', weiß Walter.
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