Neue HPV-Vakzine könnte breiteren Schutz bieten
Die bisher am breitesten wirksame Vakzine gegen Infektionen mit Humanen Papillom-Viren (HPV) schützt zu 70 Prozent vor Zervixkarzinomen und zu 90 Prozent vor Genitalwarzen. WissenschafterInnen um Reinhard Kirnbauer, Immundermatologe der MedUni Wien, haben eine Kandidatvakzine entwickelt, die praktisch auch den fehlenden Rest abdecken könnte. "Wir haben mittlerweile belegen können, dass Mäuse und Kaninchen bis zu zwei Jahre lang einen robusten Schutz gegen mehr als 20 HPV-Varianten nach der Impfung besitzen", sagte Kirnbauer von der Klinischen Abteilung für Immundermatologie Universitätsklinik für Dermatologie gegenüber der APA. Kirnbauer hat ehemals in den USA wichtige Grundlagen für die derzeit zugelassenen HPV-Vakzine entwickelt. Sie bestehen aus Virus-ähnlichen Partikeln, die aus dem L1-Protein des "Kapsids" der Human Papilloma-Viren ohne Erbsubstanz zusammengesetzt sind. Das "Kapsid" umgibt in Viren die Erbsubstanz. Für die Vakzine werden leere Virus-ähnliche Partikel erzeugt und zusammen mit einem immunstimulierenden Adjuvans in der Form des Impfstoffes injiziert.