Mehr Privatsphäre bei der Nutzung von WhatsApp, Signal & Co

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So könnte die geplante ContactGuard-Integration in die Adressbuch-Anwendung auss

So könnte die geplante ContactGuard-Integration in die Adressbuch-Anwendung aussehen: Das Aktivieren der ’Sensitiver Kontakt’-Funktion verweigert Messengerdiensten und Drittanbietern den Zugriff auf die Daten. © Lunghammer - TU Graz/TU Darmstadt

Kryptografie-Experten der TU Graz entwickelten gemeinsam mit ihren Kollegen der TU Darmstadt eine Privatsphäre-schützende Sicherheits-Software für mobile Messenger-Dienste.

Bei der Installation eines Messenger -Dienstes auf einem Smartphone werden Nutzerinnen und Nutzer üblicherweise dazu aufgefordert, der App -Zugriff auf das eigene Telefon-Adressbuch zu gewähren. Dadurch werden sie automatisch mit jenen Kontakten aus ihrem Adressbuch verbunden, die den Messenger -Dienst ebenfalls schon nutzen. Der Dienstanbieter gleicht hierfür die Telefon-Adressbücher mit seiner eigenen Kontakt-Datenbank ab. Bei diesem Prozess werden derzeit die kompletten Adressbücher auf die Server des Dienstanbieters hochgeladen.
Dieser sogenannte ,, Mobile Contact Discovery "-Prozess stellt einen massiven Eingriff in die Privatsphäre dar: Dienstanbieter kommen dadurch nicht nur an die Daten jener Personen, die der Datenverarbeitung selbst zugestimmt haben. Es sind auch jene Personen betroffen, die den jeweiligen Messenger gar nicht installiert und somit auch kein Einverständnis zur Verarbeitung und Speicherung ihrer Daten gegeben haben.

Neue Methode zur Kontaktermittlung

,,Es gibt derzeit noch keine zufriedenstellenden Lösungen für ein Kontaktermittlungsverfahren mobiler Messenger -Dienste. Alle bisherigen Möglichkeiten sind entweder komplett unsicher oder bieten zumindest keinen nennenswerten Schutz", fasst Christian Rechberger das Problem zusammen. Der Cybersecurity -Experte ist Professor am Institut für Angewandte Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnologie der TU Graz, sowie Area Manager für Data Security am Know-Center. Rechberger hat gemeinsam mit seinem Instituts-Kollegen Daniel Kales sowie mit den beiden Forschern Christian Weinert und Thomas Schneider von der TU Darmstadt ,, " entwickelt. Dabei handelt es sich um eine neue Methode der Kontaktermittlung, die Privatsphäre-Gefahren und kritische Szenarien signifikant einschränkt oder komplett vermeidet wie beispielsweise das Ausspionieren von Kontakten oder das Weiterverkaufen von Daten und das Auswerten sensitiver Beziehungen.

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