Medikamente mit hohem Nutzen sollten schneller zugelassen werden

– Zu große Rücksichtnahme auf mögliche Risiken einer Medikamenten-zulassung können dazu führen, dass eine Arznei mit sehr hohem Nutzen für die PatientInnen nicht zugelassen oder seine Verwendung eingeschränkt wird. Daher sollten Medikamente mit sehr hohem Nutzen für die PatientInnen auch dann zugelassen werden, wenn noch eine gewisse Unsicherheit bezüglich der Risiken besteht. Außerdem sei es ratsam, PatientInnen in die Entscheidungsfindung stärker einzubinden. Das sind die zentralen Ergebnisse einer aktuellen Arbeit der European Medicines Agency mit Co-Erstautorin Brigitte Blöchl-Daum von der Universitätsklinik für Klinische Pharmakologie der MedUni Wien. Das Paper wurde nun im absoluten Top-Magazin „Nature Reviews Drug Discovery“ (Impact-Faktor 33,3) veröffentlicht. Die Autoren, zweiter Erst-Autor ist der frühere MedUni Wien-Vizerektor für Forschung und jetzige Leitende Mediziner der europäischen Arzneimittelbehörde EMA, Hans-Georg Eichler, weisen dabei dezidiert auch auf die so genannten „Opportunitätskosten“ hin: „Durch die fehlende Bereitschaft, eine gewisse Unsicherheit zu akzeptieren, entsteht auch ein Ressourcenmangel für die Entwicklung anderer Medikamente, die der öffentlichen Gesundheit Gewinne gebracht hätten. Die Entscheidung, ein Arzneimittel zuzulassen basiert auf der Beurteilung von Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit.
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