Die Europäische Wertestudie gibt Auskunft zu den Themenfeldern Arbeit und Freizeit, Familie und Freundeskreis sowie Religion und Politik (Copyright: Julio Chrisostomo, flickr.com).
Am 29. und 30. Oktober 2015 kommen ForscherInnen aus rund 40 Ländern an der Universität Wien zusammen, um wichtige Inhalte der "Europäischen Wertestudie 2017" zu diskutieren. Die Studie will der Wertepluralität auf den Grund gehen und versucht aufzuzeigen, wohin Europa tendiert: Welche Werte werden (wieder) an Bedeutung gewinnen? Wofür soll Europa in Zukunft stehen? Welche Formen von Zusammenleben, Solidarität und Gemeinsamkeit werden zukünftig zählen? Was hält Europa zusammen? Seit 2008 ist die europäische Staatengemeinschaft zunehmend in der Krise. Bereits sicher geglaubte Errungenschaften wie Wohlstand, Frieden, Demokratie sind bedroht durch die Wirtschaftsund Eurokrise sowie neue massive Flüchtlingsströme und erstarkende Nationalismen innerhalb der Europäischen Union. Zu erkennen ist eine wachsende Pluralisierung in der Wertelandschaft Europas sowie eine stärker werdende Polarisierung. Die "Europäische Wertestudie 2017" Die Wertestudie, die seit 1980 mit einem einheitlichen Konzept Einstellungen und Haltungen zu Werten in rund 40 europäischen und außereuropäischen Ländern erhebt, gibt Auskunft zu den Themenfeldern Arbeit und Freizeit, Familie und Freundeskreis sowie Religion und Politik. Der langfristige Untersuchungszeitraum erlaubt es zudem, den Wandel von Einstellungen und Werthaltungen der Menschen in Europa detailliert zu analysieren. Die nächste Erhebungswelle ist für 2017 geplant. Organisiert wird die Tagung von der neu gegründeten "Arbeitsgemeinschaft Interdisziplinäre Werteforschung" - einer Kooperation der Fakultät für Sozialwissenschaften und der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Beteiligt sind der Theologe Christian Friesl als sowie Sylvia Kritzinger vom Fakultätszentrum für Methoden der Sozialwissenschaften, Regina Polak vom Institut für Praktische Theologie und Roland Verwiebe vom Institut für Soziologie. Kongress "Europäische Wertestudie 2017"
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