Gletscherschwund

Die Pasterze im Jahr 2020 (Foto: Uni Graz/ Lieb)
Die Pasterze im Jahr 2020 (Foto: Uni Graz/ Lieb)
Die Pasterze im Jahr 2020 (Foto: Uni Graz/ Lieb) - An Österreichs größtem und bekanntestem Gletscher lässt sich der Klimawandel begreifen wie kaum wo anders. Die Pasterze hat in den letzten Jahrzehnten deutlich an Masse verloren, und mit dem Eis schwindet auch die touristische Attraktivität. Könnte man mit einer Schicht aus Kunstschnee den Gletscher retten? Dieses hypothetische Experiment haben ForscherInnen der Universität Graz durchgeführt. ,,Anhand von Modellierungen haben wir festgestellt, dass genügend Wasser vorhanden wäre, um der Pasterze mit Kunstschnee eine Schutzschicht gegen das Abschmelzen zu verpassen", berichtet Jakob Abermann, Forscher am Institut für Geographie und Raumforschung der Universität Graz und Hauptautor der Studie. Abgesehen von den ökologischen Konsequenzen wäre das Projekt aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten allerdings nicht tragfähig. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kosten für die Erhaltung schon jetzt um ein Vielfaches höher wären als alle bestehenden Tourismuseinnahmen zusammen. Mit den steigenden Temperaturen würde der Aufwand in naher Zukunft noch größer werden, da man noch mehr Schmelze kompensieren müsste.
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