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Foto: Fachbereich - Eva Jonas im Gespräch über das Leben mit der Angst in Corona-Zeiten: Zwischen Akzeptanz und Bewältigung Die Corona-Pandemie erinnert die Menschen, dass im Leben nicht alles kontrollierbar ist, erklärte die Psychologin Eva Jonas. Mit den hiermit verbundenen Ängsten sollte man sich auseinandersetzen, damit sie sich nicht verselbstständigen. Gegensteuern kann man mit körperlichen Tätigkeiten, telefonischen Sozialkontakten und professioneller Hilfe, so die Medizinerin Barbara Sperner-Unterweger. ,,Existenzielle Ängste gehören zum Leben dazu und kommen von Gegensätzen, sie sich nicht auflösen lassen: Die Menschen wollen leben, wissen aber, dass sie irgendwann sterben müssen", sagte Eva Jonas, die am Fachbereich für Psychologie der Universität Salzburg forscht. Auch dass Menschen gerne Kontrolle über ihr Leben hätten, aber nicht alles beeinflussbar, verständlich und sinnerfüllt ist, wäre solch eine ,,existenzielle Diskrepanz". ,,Das versetzt uns Menschen in eine Angst, die wir nicht genau benennen können", erklärte sie. Diese ,,implizite Angst" würde bei der Coronavirus-Pandemie dadurch hervorgerufen, dass ganz schnell hintereinander viele Dinge passieren, die man nicht absehen kann: Etwa das intuitiv nicht erfassbare exponentielle Wachstum der Ansteckungsfälle, und die unabschätzbaren wirtschaftlichen Folgen, weil man zum Beispiel selbst oder der Arbeitgeber keine Aufträge mehr hat.
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