Die Jobs der Zukunft - wie viele können mit?

(© Universität Wien/ Gebhard Sengmüller)

(© Universität Wien/ Gebhard Sengmüller)

Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften lädt am Dienstag, 30. April 2019 zu einer neuen Ausgabe der Veranstaltungsreihe "Wissenschaft & Praxis", die diesmal im Zeichen der aktuellen Semesterfrage der Universität Wien "Wie werden wir morgen arbeiten?" steht.

Wie wird sich der technologische Fortschritt auf die Gesellschaft auswirken? Welche Kompetenzen werden im Zuge der Digitalisierung von ArbeitnehmerInnen gefordert? Und was passiert mit jenen, die den hohen Anforderungen der neuen Arbeitswelt nicht gerecht werden? Johannes Kopf, vom Arbeitsmarktservice Österreich (AMS) und Bernhard Kittel, Vizedekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Wien werden mit Martin Kocher, vom Institut für Volkswirtschaftslehre an der Universität Wien und Direktor des IHS über den Arbeitsmarkt der Zukunft und die damit verbundenen Herausforderungen diskutieren.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten:
wissenschaftundpraxis.univie.ac.at

Wird es genug Arbeit für alle geben?
Bernhard Kittel sieht durch die Gleichzeitigkeit der Digitalisierung und Globalisierung wirtschaftlicher Prozesse einen großen Anpassungsdruck auf die Ökonomien. Laut dem Wirtschaftssoziologen werden hochqualifizierte Jobs an Bedeutung zunehmen, während der mittlere und untere Bereich stagnieren werden. "Diejenigen, die im Wettbewerb um Qualifikationen nicht mitkommen, verlieren, insbesondere die junge Generation. Infolgedessen steigt die Lohnspreizung an. Dies führt zum Anstieg der Perzeption von Ungleichheit und Ungerechtigkeit sowie zur Desillusionierung mit der aktuell bestehenden Gesellschaftsordnung", so Kittel. Auch für AMS-Vorstand Johannes Kopf sind die steigenden Anforderungen an die ArbeitnehmerInnen am Arbeitsmarkt der Zukunft eine zentrale Herausforderung: "Fast alle großen Trends am Arbeitsmarkt, wie z.B. Digitalisierung, Internationalisierung und Ökologisierung, führen dazu, dass von Beschäftigten höhere Qualifikationen verlangt werden. Wie kann das gelingen und werden wir genug Arbeit für alle haben?"

Semesterfrage 2019: "Wie werden wir morgen arbeiten?"

Von flexibler Arbeit über Industrie 4.0 und Gig Economy bis hin zum bedingungslosen Grundeinkommen: Wenn es um die Zukunft der Arbeit geht, gibt es so viele Szenarien wie ExpertInnen. Denn wie wir arbeiten werden, hängt auch davon ab, wie wir arbeiten wollen. Welche politischen, gesellschaftlichen und technologischen Veränderungen die Entwicklung des Arbeitsmarkts bestimmen und was das letztendlich für die Arbeitenden bedeutet, darüber diskutieren WissenschafterInnen und Studierende der Universität Wien im Sommersemester 2019.

Jedes Semester stellt die Universität Wien eine Frage zu einem Thema, das die Gesellschaft gerade bewegt. Lesen Sie im uni:view Magazin die aktuellen Beiträge der WissenschafterInnen der Universität Wien oder auf unseren Social Media-Channels unter #SEMESTERFRAGE. Dieses Projekt wird in Kooperation mit der Tageszeitung "Der Standard" durchgeführt - zunächst online und schließlich im Rahmen einer Veranstaltung zu Semesterende.


Wissenschaft & Praxis: "Die Jobs der Zukunft - wie viele können mit?"

Zeit: Dienstag, 30. April 2019, 18 Uhr Ort: Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Wien 1090, Oskar-Morgenstern-Platz 1, Skylounge (12. OG)