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(Bild: Pixabay CC0) - Eine neue internationale Studie unter Beteiligung der Kepler Universitätsklinik für Neurologie in Linz hat wichtige Erkenntnisse über den optimalen Zeitpunkt für den Beginn der blutverdünnenden Therapie nach einem Schlaganfall bei Patient*innen mit Vorhofflimmern geliefert. Die Ergebnisse dieser ELAN-Studie (Early versus late initiation of direct oral anticoagulants in post-ischemic stroke patients with atrial fibrillation) wurden im Fachjournal "New England Journal of Medicine" veröffentlicht. Etwa 80% aller Schlaganfälle werden durch den Verschluss einer Arterie des Gehirns verursacht. Von diesen werden bis zu 20% durch ein Blutgerinnsel hervorgerufen, die sich bei Menschen mit Herzrhythmusstörungen (wie zum Beispiel Vorhofflimmern) im Herzen bilden. Um der Entstehung solcher Blutgerinnsel und daraus folgender Schlaganfälle vorzubeugen, werden Patient*innen mit Vorhofflimmern mit blutverdünnenden, sogenannten direkten oralen Antikoagulantien (DOAC), behandelt. ,,Bisher lagen keine repräsentativen Studiendaten vor, die den geeigneten Zeitpunkt für den Beginn einer oralen Antikoagulation nach einem ischämischen Schlaganfall festlegten, um das Risiko eines erneuten Schlaganfalls zu reduzieren, gleichzeitig aber ein mögliches Blutungsrisiko unter einer blutverdünnenden Therapie so gering wie möglich zu halten" - , erklärt Raimund Helbok, Lehrstuhl für Neurologie an der Medizinischen Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz. Die Entscheidung, wann die Therapie beginnen soll, ist eine Herausforderung, da in den ersten Tagen nach einem Schlaganfall ein erhöhtes zerebrales Blutungsrisiko besteht.
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