Chronisch entzündliche Lebererkrankung: Fettstoffwechsel-Enzym als möglicher Faktor für neuen Therapieansatz

Die primär sklerosierende Cholangitis (PSC) ist eine seltene, chronisch verlaufende entzündliche Erkrankung der Gallenwege und schwierig zu behandeln. Jüngere Studien der Klinischen Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie der MedUni Wien unter der Leitung von Michael Trauner konnten positive Wirkungen durch Gabe synthetisch hergestellter Gallensäuren und Gallensäuren-Rezeptor-Agonisten zeigen. Diese Therapieansätze werden bereits in klinischen Phase-III-Studien untersucht, jedoch gibt es derzeit noch keine zugelassene pharmakologische Therapie. Um die Krankheitsmechanismen der PSC besser zu verstehen, untersuchte das Forschungsteam um Trauner nun die Funktionsweise des Fettstoffwechsel-Enzyms MAGL. Es zeigte sich, dass im Tiermodell, wo MAGL fehlt oder pharmakologisch gehemmt wurde, ein besserer Schutz vor einer Gallenwegs-Erkrankung gegeben war. Die Studie wurde im Top-Magazin Hepatology publiziert. Die PSC ist eine seltene Erkrankung mit schlechter Prognose und kann zur Leberzirrhose und zu Gallengangskrebs führen.
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