Betablocker zeigen entzündungshemmende Wirkungen bei fortgeschrittener Lebererkrankung
Betablocker werden als medikamentöse ,,Blutungsprophylaxe" bei PatientInnen mit Lebererkrankungen und Pfortaderhochdruck (,,portale Hypertension") eingesetzt. Nun konnten ForscherInnen der MedUni Wien nachweisen, dass diese bewährten Medikamente auch positive Effekte auf systemische Entzündungsreaktionen bei Betroffenen mit Leberzirrhose haben, die sich auch in einer verbesserten Prognose niederschlagen. In Europa versterben jährlich circa 170. Menschen an den direkten Folgen einer fortgeschrittenen Lebererkrankung (,,Leberzirrhose"). In Österreich ist eine Leberzirrhose zumeist durch eine Fettleber auf Basis eines übermäßigen Alkoholkonsums oder Überbzw. Fehlernährung und zunehmend seltener durch eine Virushepatitis bedingt. Durch chronische Schädigung der Leber kommt es zu einer Vernarbung (,,Fibrose") und Versteifung des Lebergewebes, was letztendlich im Blutstromgebiet des Magen-Darm-Trakts zum Pfortaderhochdruck (,,portale Hypertension") führen kann.