Unser Gehirn zeigt an, wie gut eine Depression behandelbar ist

Eine Forschungsgruppe der MedUni Wien hat gemeinsam mit internationalen Kooperationspartnern nachgewiesen, dass der Erfolg einer medikamentösen Therapie bei depressiven PatientInnen bereits vor Therapiebeginn mittels bildgebender Verfahren bestimmt werden kann. Sie zeigten, dass die Aktivität einer Hirnregion im Vorderhirn über den möglichen Therapieerfolg mit einem Antidepressivum bestimmt. Diese Erkenntnis verspricht zukünftig die Behandlungsdauer für depressive PatientInnen deutlich zu verkürzen. Die Depression ist laut Weltgesundheitsbehörde WHO die häufigste Erkrankung im Erwachsenenalter und deren Therapie stellt große Herausforderungen an die Medizin. Obwohl heute wirksame Antidepressiva zur Verfügung stehen, führt deren Verordnung bei einem beträchtlichen Prozentsatz der PatientInnen nicht zum gewünschten Erfolg. Denn nicht jede/r Betroffene spricht auf eine antidepressive Therapie an, Medikamente müssen häufig mehrmals umgestellt werden und so kommt es oft zu einem monatelangen Prozess, bis sich Symptome verbessern oder die/der PatientIn wieder vollständig gesundet. Vorherzusagen, ob die Therapie mit Antidepressiva anspricht, hat in der psychiatrischen Forschung Priorität, besonders da gegenwärtig geeignete technische Untersuchungsmöglichkeiten fehlen.
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