Therapiemöglichkeit für genetische Erkrankungen

Ein Rosiglitazon-Molekül gebunden an einen Ionenkanal. Anna Weinzinger und ihr T
Ein Rosiglitazon-Molekül gebunden an einen Ionenkanal. Anna Weinzinger und ihr Team nutzten diesen Arzneistoff, um neue Therapiemöglichkeiten für seltene Ionenkanalerkrankungen zu finden (© Anna Weinzinger).
ForscherInnen suchen neue Anwendungen für bereits zugelassene Arzneimittel Atmen, denken oder hören - nahezu alle lebenswichtigen Funktionen unseres Körpers sind davon abhängig, dass Ionenkanäle korrekt funktionieren. Defekte in diesen Proteinen, verursacht durch Punktmutationen, können zahlreiche Erberkrankungen auslösen. ForscherInnen der Fakultät für Lebenswissenschaften der Universität Wien und des Medical Centers der Universität Utrecht entwickeln computergestützte Methoden, um die Wirksamkeit bereits zugelassener Arzneimittel für neue Anwendungen im Bereich der seltenen genetischen Erkrankungen zu analysieren. Die Ergebnisse erschienen kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift "Frontiers in Pharmacology". Schätzungen zu Folge leiden in Europa 30 bis 40 Millionen Menschen unter einer seltenen Erbkrankheit, auch wenn die einzelnen Erkrankungen oft nur wenige Patienten betreffen. Die Entwicklung neuer Medikamente ist in der Regel mit hohen Kosten verbunden, was gerade die Erforschung und Entwicklung neuer Therapien vor große Schwierigkeiten stellt. Dieses Problem spiegelt sich auch in den Zahlen wieder: für 90 Prozent der seltenen Erkrankungen gibt es keine wirksamen medikamentösen Therapien.
account creation

UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO

Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.



Ihre Vorteile

  • Zugang zu allen Inhalten
  • Erhalten Sie Newsmails für Neuigkeiten und Jobs
  • Anzeigen veröffentlichen

myScience