Neue Therapie-Option bei aktiver Rheumatoider Arthritis
Ein derzeit in noch in Zulassung befindliches Medikament mit dem selektiven Januskinase-Inhibitor Upadacitinib hat sich in einer großen, internationalen Studie unter der Leitung des renommierten Rheumatologen Josef Smolen von der Universitätsklinik für Innere Medizin III als neue Behandlungsoption bei aktiver Rheumatoider Arthritis (RA) erwiesen. Es konnte gezeigt werden, dass zwischen 12,5 und 20 Prozent der betroffenen PatientInnen bei täglicher Gabe des Medikaments eine so genannte strenge Remission - und damit praktisch heilungsähnlichen Zustand - erreichen können. Die Ergebnisse der Studie wurden nun im Top-Journal ,,The Lancet" veröffentlicht. Die Januskinasen (JAK) spielen eine wichtige Rolle in der intrazellulären Signalübertragung und werden zur Weiterleitung von Signalen diverser Rezeptoren an den Zellkern benötigt. Bei Rheuma sind diese allerdings für Entzündungsreaktionen verantwortlich. Durch die JAK-Inhibitoren werden diese gebremst. Es gibt bereits zwei andere JAK-Inhibitoren (Tofacitinib und Baricitinib), die ebenfalls bei der Behandlung von Rheumatoider Arthritis eingesetzt werden - allerdings zumeist als Kombinationstherapie mit der Standardtherapie Methotrexat.

