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Die Flechte Vulpicida canadensis wächst auf Baumrinden in Nordamerika. Wie Wisse
Die Flechte Vulpicida canadensis wächst auf Baumrinden in Nordamerika. Wie WissenschafterInnen nun herausfanden, besteht sich aus einer Alge und zwei Pilzen. Foto: Tim Wheeler/timwheelerphotography.com
Flechten sind eine Symbiose einer Alge mit einem Pilz - von dieser wissenschaftlichen Erkenntnis ging man die letzten 150 Jahre lang aus. Nun müssen die Lehrbücher umgeschrieben werden: WissenschafterInnen der Uni Graz fanden im Team mit KollegInnen aus den USA und Schweden heraus, dass einige der häufigsten Flechtenarten der Welt einen weiteren Partner im Bunde haben, nämlich einen Hefepilz. Diese Erkenntnisse werden am 29. Juli 2016 als Titelgeschichte im renommierten Fachmagazin Science veröffentlicht. Dank neuer Methoden zur Gen-Analyse entdeckte das Team um Dr. Toby Spribille, der sowohl am Institut für Pflanzenwissenschaften der Universität Graz in der Arbeitsgruppe von Helmut Mayrhofer als auch an der University of Montana in den USA tätig ist, den bislang unbekannten Pilz, der als Hefe identifiziert wurde. Spribille wollte herausfinden, warum von zwei eng verwandten und in Montana weit verbreiteten Flechten eine für Säugetiere giftig ist, die andere nicht. Nachdem er bei einer genauen Analyse der DNA auf die Hefe gestoßen war, begann er mit seinem Team systematisch Flechten aus der ganzen Welt zu untersuchen. Tatsächlich fand sich der zweite Pilz in häufig auftretenden Arten von der Antarktis bis Japan, von Südamerika bis ins Äthiopische Hochland.
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