Fragebogen hilft, den Erfolg beim Abnehmen vorauszusagen

Um nachhaltig das Gewicht zu reduzieren, ist es wichtig, dass Verhaltensänderungen, konsequent eingehalten werden. SozialmedizinerInnen haben nun mittels eines am Zentrum für Public Health der MedUni Wien entwickelten Messinstruments nachgewiesen, dass sich damit der Erfolg beim Abnehmen vorhersagen lässt. Dabei handelt es sich um den so genannten Compass-Fragebogen, mit dessen Hilfe sich die Compliance (Adhärenz) der PatientInnen messen lässt, also der Wille und die Motivation, am jeweiligen Programm teilzunehmen und die empfohlenen Verhaltensänderungen nachhaltig umzusetzen und auch einzuhalten. Die Wirksamkeit des Fragebogens wurde in einer früheren Studie an der MedUni Wien schon bei Bluthochdruck-PatientInnen nachgewiesen. „Mit Hilfe des Kompasses erhält man genau jene Informationen, die notwendig sind, um die PatientInnen optimal bei der Aktivierung seiner persönlichen Ressourcen für den Therapieerfolg unterstützen zu können“, erklärt Rudolf Schoberberger vom Institut für Sozialmedizin am Zentrum für Public Health der MedUni Wien. Beim Compass-Fragebogen handelt es sich um eine zwölf Fragen umfassende Check-Liste, die es dem betreuenden Arzt bzw. der Ärztin unter anderem ermöglicht, festzustellen, ob die Empfehlungen für Verhaltensänderungen auch eingehalten werden, ob seitens der PatientInnen Zweifel bestehen, ob die Betroffenen Vertrauen aufgebaut haben und auch, ob sie die Anregungen nicht verstanden haben und Verunsicherung besteht. Sozialmedizinerin Gabriela Böhm, Co-Autorin der Studie: „Bei 253 TeilnehmerInnen des Gewichtsreduktionsprogramms ‚Schlank ohne Diät‘ erwies sich der Compass-Fragebogen als gutes Mittel für die Vorhersage des Erfolges beim Abnehmen.
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