Die Sophienkathedrale in Kiew, Ukraine. Sie gehört seit 1990 zum Weltkulturerbe der UNESCO. (Andrej Below/pixelio.de)
Aus Anlass der Massendemonstrationen in der Ukraine und der russischen Annexion der Krim haben die internationalen Medien wiederholt auf die multiethnische und mehrsprachige Prägung des Landes verwiesen. In der Geschichtsschreibung und der Slawistik ist dies bereits seit langem ein zentrales Thema. Eine internationale Tagung an der Universität Wien widmet sich dem kulturellen Leben in den ukrainischen Städten Kiew, Odessa und Lemberg und spannt einen Bogen vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Thema sind auch die Beziehungen dieser Städte nach außen bzw. nach Europa, denn sie waren seit jeher Schauplätze zahlreicher Kulturtransfers . Da sich während der letzten Monate die politischen Ereignisse in der Ukraine regelrecht überschlagen haben und die Resultate dieser Entwicklungen noch längst nicht abzusehen sind, widmet sich eine Podiumsdiskussion mit ukrainischen ExpertInnen den urbanen Räumen und politischen Idealen des Euromaidan. Es sprechen Yaroslav Hrytsak von der Universität Lemberg, Tatiana Zhurzhenko vom Institut für die Wissenschaft vom Menschen in Wien, Viktoriya Sereda (Universität Lemberg) sowie Bohdan Shumylovych vom Center for Urban History of East Central Europe (Lemberg). Die Tagung behandelt darüber hinaus historische Entstehungsprozesse von urbanen Räumen in der Ukraine, die Bildung und Entwicklung kultureller Institutionen wie Oper und Theater sowie deren Rolle bei der Herausbildung eines öffentlichen Raums sowie die Auswirkungen von Kulturtransfers auf die jeweiligen städtischen Kulturen und Gesellschaften. Daneben geht es um den zeitgenössischen Umgang mit dem imperialen Erbe von Kiew, Odessa und Lemberg. Wie wird in der Ukraine die Stadtgeschichte in Museen repräsentiert?
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