Andreas Grüneis
Andreas Grüneis Neue Methoden, mit denen man die Eigenschaften von Materialien berechnen kann, entwickelt Prof. Andreas Grüneis von der TU Wien. Dafür erhält er nun einen ERC Consolidator Grant. Man kann nicht immer perfekte Lösungen finden. Viele physikalische Fragen sind so kompliziert, dass es völlig aussichtlos ist, nach einem absolut korrekten Ergebnis zu suchen. Ganz besonders häufig trifft das in der Materialforschung zu: Will man die Eigenschaften neuer Materialien mit quantenphysikalischen Formeln berechnen, stößt man rasch an die Grenzen des Möglichen. Dann braucht man ausgeklügelte Näherungsmethoden, um der Wahrheit zumindest möglichst nahe zu kommen. An solchen Methoden forscht Prof. Andreas Grüneis mit seinem Team am Institut für Theoretische Physik der TU Wien. Nun wurde er mit einem ERC Consolidator Grant ausgezeichnet, dotiert mit 2 Millionen Euro - einer der höchstdotierten und prestigeträchtigsten Förderungen der europäischen Forschungslandschaft. Für Andreas Grüneis ist es bereits der zweite ERC-Grant: Schon 2016 erhielt er einen ERC Starting Grant, damals noch als Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart. Zwischen klein und groß. Das wirklich Komplizierte ist das Mittelgroße: Man weiß heute sehr genau, wie man das Verhalten eines Systems berechnet, das nur aus ein oder zwei Teilchen besteht - die Quantentheorie liefert hier exzellente Ergebnisse. Man weiß auch, wie man das Verhalten eines Systems berechnet, das aus Trillionen Teilchen besteht - da kann man Details oft getrost ignorieren und exakte Durchschnittswerte berechnen. Aber was ist, wenn man sich dazwischen befindet?
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