Ein Blick in die Zukunft der KI

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Die vom Institute of Science and Technology Austria (ISTA), seinem Technologietr
Die vom Institute of Science and Technology Austria (ISTA), seinem Technologietransfer-Ökosystem xista und der Industriellenvereinigung veranstaltete Innovations-Konferenz bigX 2024 . © Anna Stöcher/ISTA

Mit der Innovations-Konferenz bigX 2024 wurde Klosterneuburg am Donnerstag zum Drehund Angelpunkt der Diskussionen über bahnbrechende Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz (KI). Die vom Institute of Science and Technology Austria (ISTA), seinem Technologietransfer-Ökosystem xista und der Industriellenvereinigung veranstaltete Konferenz erlebte eine weitere ausgebuchte Ausgabe. Das Thema ,,Explore the Future of AI" fand seinen Widerhall in Präsentationen und Diskussionen von mehr als 15 visionären Führungspersönlichkeiten, Forscher:innen von Spitzeninstitutionen wie dem MIT, Oxford und ISTA sowie KI-Industrieexpert:innen.

Die Veranstaltung begann mit Begrüßungsreden von geschätzten Funktionsträger:innen, darunter Monika Henzinger, Vizepräsidentin für Technologietransfer am ISTA , Martin Kocher, Bundesminister für Arbeit und Wirtschaft Österreichs, Markus Wanko, Geschäftsführer von xista, und Georg Knill, Präsident der Industriellenvereinigung Österreichs (IV). Sie unterstrichen das Engagement von bigX, eine Brücke zwischen Wissenschaft und Industrie zu schlagen, um innovative Entwicklungen voranzutreiben. ,,Die KI, als Teilbereich der Informatik, spielt eine wichtige Rolle bei der Verbindung der am ISTA vertretenen wissenschaftlichen Disziplinen. KI ist auch eine starke Brücke zwischen Wissenschaft und Industrie, die in beiden Bereichen zu enormen Fortschritten in rasantem Tempo führt. Wir freuen uns deshalb, diese Veranstaltung gemeinsam mit der Industriellenvereinigung (IV) zu organisieren und danken ihr für die gute Zusammenarbeit. Wir freuen uns auch besonders, internationale Redner:innen aus Oxford und vom MIT begrüßen zu dürfen", so Henzinger.

Keynote: Von der KI-Forschung zur Revolution

Das Rampenlicht richtete sich dann auf Nir Shavit, Professor am MIT und Mitbegründer von Neural Magic, der die Bühne betrat, für seine Keynote mit dem Titel ,,Tissue vs. Silicon: Musings on the Future of Deep Learning Hardware and Software" (Gewebe gegen Silizium: Überlegungen zur Zukunft von Deep Learning Hardware und Software). Shavit, der für seine Beiträge zu Multiprozessor-Algorithmen und zur Leistungsoptimierung beim maschinellen Lernen bekannt ist, fesselte die Zuhörer:innen mit seinen Einblicken in die sich entwickelnde Landschaft des Deep Learning. Er stellte etwa Berechnungsansätze, die von neuronalen Geweben inspiriert sind, den traditionellen siliziumbasierten Berechnungsparadigmen gegenüber.

Pionierforschung und Herausforderungen

Im Anschluss an die Keynote bot die Konferenz eine Reihe von Fachvorträgen, die sowohl theoretische als auch angewandte Aspekte der KI behandelten:

    KI-Modelle und Architektur: In einem fesselnden Video-Spotlight präsentierten die ISTA-Professoren Dan Alistarh , Marco Mondelli , Francesco Locatello und Christoph Lampert sowie Gastprofessor Alex Bronstein innovative Forschungsergebnisse. Sie stellten neuste Forschung zu effizienten, kausalen und vertrauenswürdigen maschinellen Lernmodellen und deren Anwendungen vor.

  • Herausforderungen und Perspektiven: In einem zum Nachdenken anregenden Vortrag diskutierten Branchenexpert:innen wie Micah Adler von MIT CSAIL, Dan Alistarh vom ISTA, Jillian Augustine von Anyline und Marco Porak von IBM Österreich die drängenden Herausforderungen und zukünftigen Richtungen der KI-Technologie in kommerziellen Anwendungen.
  • KI in den Biowissenschaften: Ein Panorama bahnbrechender Forschungsarbeiten beleuchtete das transformative Potenzial der KI in den Biowissenschaften. Präsentationen von ISTA Professor:innen wie Florian Praetorius über De-novo-Proteindesign, Sandra Siegert über Mikroglia-Tracing in 3D, Johann Danzl über Super-Resolution-Mikroskopie und Alicia Michael über visuelle Proteomik zeigten die Schnittmenge von KI mit Biologie, Neurowissenschaften und Medizin.

  • KI in Biotech & Pharma: Eine Podiumsdiskussion mit Michael Bronstein von DeepMind aus Oxford, Troy Dale von Novartis, der ISTA-Biochemikerin Alicia Michael und Carmen Visus von AOP Health beleuchtete die Integration von KI in die Biotechund Pharmabranche und gab einen Ausblick auf zukünftige Innovationen und Kooperationen.

Ethische und regulatorische Einblicke

Der Dialog über KI wäre unvollständig, wenn nicht auch die ethischen und regulatorischen Aspekte angesprochen würden. An einer Podiumsdiskussion nahmen Misha Glenny, Rektor vom Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM), Nadine Nehme, Mitbegründerin von Medicus.AI, Noah Oder von OECD.AI und Christiane Wendehorst vom European Law Institute teil. Dieses Segment unterstrich die Notwendigkeit ethischer Governance und eines soliden politischen Rahmens, um KI in Richtung eines gesellschaftlichen Nutzens zu lenken.

,,Leuchtturm für den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft"

Als die Sonne unterging, gingen die offiziellen Sitzungen in eine Afterparty Über, die mit Gesprächen, Networking und Feiern gefüllt war. Die Teilnehmer:innen - von akademischen Forscher:innen bis hin zu Industrievertreter:innen - tauschten neues Wissen aus, förderten die Zusammenarbeit und stellten sich zukünftige Projekte vor.

,,bigX 2024 war ein Zusammentreffen von Köpfen, die sich dafür einsetzen, die Grenzen der KI-Innovation zu verschieben. Mit lebhaften Diskursen, zukunftsweisenden Forschungsvorträgen und anregenden Podiumsdiskussionen bot die Veranstaltung einen Panoramablick auf die Zukunft der KI und zeigte ihr Potenzial in den verschiedensten Bereichen auf", so xista Managing Director Wanko. ,,Als ich gesehen habe, wie die Teilnehmer:innen mit neuen Ideen und Kontakten nach Hause gingen, wurden die vielversprechenden Horizonte der KI-Innovation greifbarer denn je. Mit Blick auf die Zukunft bleibt bigX ein Leuchtturm für den interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft mit dem Anspruch, den technologischen Fortschritt kontinuierlich zu inspirieren und zu gestalten."