Die dunkle und die helle Seite der Algorithmen

Die ALGO 2017 in Wien
Die ALGO 2017 in Wien
Algorithmen bestimmen unser Leben: Sie entscheiden, welche neuen Freunde uns auf Facebook vorgeschlagen werden, sie bewerten, ob wir einen Kredit erhalten sollten, und sie legen in manchen Fällen sogar bereits fest, wer wann welche medizinische Behandlung bekommt. Das führt manchmal zu Unbehagen - doch das ist die falsche Reaktion, meint Prof. Stefan Szeider von der TU Wien. Im Gegenteil: Kluge Algorithmen sind heute nicht nur die entscheidende Triebfeder für unsere Technologie, sie können sogar für Fairness und Transparenz sorgen. Vom 4. bis 8. September 2017 findet die größte jährliche europäische Konferenz über Algorithmen statt: Die ALGO 2017 ist ein Zusammenschluss von sechs verschiedenen Konferenzen und Workshops über Algorithmen, die gemeinsam an der TU Wien veranstaltet werden. Hat der Computer zu viel Macht? - Der deutsche Justizminister Heiko Maas warnte vor der übermäßigen Macht der Algorithmen. ,,Und auch in den Medien schwingt bei diesem Begriff oft etwas Dunkles, Unheimliches mit", findet Stefan Szeider. ,,Es mag schon sein, dass es eine dunkle Seite der Algorithmen gibt, aber bei uns in der Wissenschaft beschäftigen wir uns mit der hellen Seite. Bei uns geht es um Effizienz, um Problemlösungen, um Transparenz." Ein Algorithmus ist nichts anderes als eine Handlungsvorschrift, mit der man auf automatisierte Weise ein Problem lösen kann. Das muss nicht einmal auf einem Computer stattfinden, wir legen uns jeden Tag bestimmte Algorithmen zurecht, oft ohne darüber nachzudenken: Wie gelingt es uns, einen Haufen Socken zu wohlgeordneten Paaren zusammenzufügen?
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